Aktuelles
Quartalszahlen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Lausitz
(Stand Juni 2026)
Zahlen und Trends zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz
Mit uns bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand: Unsere Quartalszahlen liefern fundierte Einblicke in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz – kompakt, datenbasiert und praxisnah aufbereitet.
Die regelmäßig erscheinende Zusammenstellung richtet sich vorrangig an kommunale und landespolitische Akteur*innen, Kooperationspartner*innen aus dem Bildungsbereich – und an alle, die sich für die Entwicklungen in der Region interessieren. Der aktuelle Stand bezieht sich auf Juni 2026.
Entwicklungen erkennen – Zusammenhänge verstehen
Durch den Vergleich konkreter Kennzahlen werden spezifische Trends sichtbar. Veränderungen in der Ausbildungssituation, beim Fachkräftebedarf oder in der beruflichen Weiterbildung lassen sich frühzeitig erkennen – ein wertvoller Beitrag für strategische Bildungsplanung in der Lausitz.
Sie erhalten unsere Quartalszahlen viermal im Jahr per E-Mail. Einmal jährlich erscheint eine Übersicht der Jahreszahlen. Die Gesamtübersicht für 2025 steht ebenfalls auf unserer Website zur Verfügung. Verpasste Ausgaben? Alle Dokumente finden Sie im Downloadbereich.
Gemeinsam Bildung gestalten in der Lausitz
Wir laden Sie herzlich ein, sich über die Landesgrenzen hinweg mit Akteur*innen aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auszutauschen. Gemeinsam stärken wir die Bildungslandschaft und gestalten den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz aktiv mit.
In diesem Sinne: Viele Aha-Momente beim Lesen – und beim Weitererzählen!
– erstellt am 14.07.2026 –
Daten-Spotlight
Lausitzer Beschäftigung aus Geschlechterperspektive
Lausitzer Beschäftigung aus Geschlechterperspektive
Datenbasierte Befunde zu Strukturen, Entwicklungen und regionalen Unterschieden zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt
Mit dem Daten-Spotlight führt das Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz ab 2026 ein neues digitales Veröffentlichungsformat ein. Hierbei handelt es sich um prägnante, datenbasierte Handreichungen, die Themen im Kontext von Strukturwandel, Bildung und Fachkräftesicherung adressieren. Durch die faktenbasierte Beleuchtung diverser Fragestellungen eignet sich das Daten-Spotlight als Hilfestellung in Entscheidungsprozessen und Impulsgeber für Diskurse zur Lausitzer Transformation. Der vorliegende Auftakt widmet sich den Geschlechterverhältnissen im Kontext der regionalen Beschäftigung.
Vielfach wurden die demografischen Herausforderungen der Lausitz bereits beschrieben, die nicht nur mit der Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung, sondern auch mit einem signifikanten Mangel an jüngeren Frauen einhergehen. Betrachtet man die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, beträgt der Frauenanteil 48,5 % – das entspricht rund 94 Frauen je 100 Männer. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass in der Region fast 20.000 weniger Frauen als Männer im erwerbsfähigen Alter leben (334.020 Männer und 314.128 Frauen). Sofern diese demografische Ausgangssituation nicht durch Einpendlerinnen kompensiert wird, ist demnach zu erwarten, dass die Beschäftigung in der Lausitz eher männlich geprägt ist.
– erstellt am 01.07.2026 –
Die Lausitz zwischen den Zeilen
Eine Kolumne von Daniel Werchosch – stellvertretender Projektleiter des Netzwerkbüros
Eine Kolumne von Daniel Werchosch – stellvertretender Projektleiter des Netzwerkbüros
Planbar ist hier nur der Wandel
„Friedrich Merz legt die Axt an den Kohlekompromiss“, titelte der Tagesspiegel Ende März, nachdem der Bundeskanzler längere Laufzeiten für Kohlekraftwerke infolge der Energiekrise ins Spiel gebracht hatte. Für die Lausitz ist das mehr als nur eine Schlagzeile. Die Region, die sich Schritt für Schritt durch den Strukturwandel arbeitet und dabei zunehmend dessen ganze Komplexität begreift, wird damit an den Ausgangspunkt dieses Prozesses erinnert: die Energiewende. Maßgeblich ist sie es, die die Region zur (erneuten) Veränderung treibt. Was andernorts als gesellschaftlicher Konsens abstrakt verhandelt wird, muss hier konkret umgesetzt, ja bewerkstelligt werden. „Kohleausstieg bis 2038“ ist schnell gesagt, aber nicht schnell gemacht. Für die Reviere mit ihren Tagebauen, Kraftwerken und gewachsener Bergbautradition ist es ein Kraftakt, der Zeit und Struktur braucht.
Dass dieser Ausstieg jedoch nur bedingt entlang klarer Linien verläuft, zeigte sich bereits 2022. Infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wurden die Blöcke E und F des Kraftwerks Jänschwalde kurzfristig reaktiviert – obwohl sie längst in Sicherheitsbereitschaft waren. Eine Ausnahme? Ungewiss. Das lassen jedenfalls die jüngsten Aussagen des Bundeskanzlers erkennen. Für die Lausitz bedeutet das: mitdenken, mitplanen – und immer auch mit Unsicherheiten rechnen. Globale Krisen folgen selten regionalen Zeitplänen. So sehr Planbarkeit und Verlässlichkeit eingefordert werden, sie stoßen in diesen Zeiten an Grenzen. Für die Region wird diese Flexibilität des Ausstiegs damit selbst zur Herausforderung – für Mensch und Maschine.
Gleichzeitig geht es um mehr als nur den Ausstieg. Die Lausitz will nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, sondern an ihre energieindustrielle Tradition anknüpfen. Bestehende Kompetenzen und Infrastrukturen sollen die Basis für eine nachhaltige Zukunft sein. Energie ist hier nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern Teil regionaler Identität. Und so soll es auch künftig sein. „Die Lausitz ist und bleibt Energieregion“ – dieser Satz gilt als Transformationscredo, das nahezu alle politischen Akteure ausrufen. Doch auch dieser Anspruch bewegt sich nur eingeschränkt auf planbarem Terrain.
Die Idee scheint klar: Wo heute noch Kohle verstromt wird, soll zukünftig Gas und perspektivisch (grüner) Wasserstoff zum Einsatz kommen. Kraftwerksstandorte sind erhalten geblieben, Wertschöpfung und Beschäftigung ebenso. Die entsprechenden Konzepte liegen vor. Und doch wächst die Unruhe. Die Zeit drängt: Bereits Ende 2028 soll mit Jänschwalde das erste Lausitzer Kraftwerk vollständig vom Netz gehen. Gleichzeitig lassen zentrale Weichenstellungen auf sich warten. Erste Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke stehen weiterhin aus und ebenso die Frage, in welchem Umfang neue Kapazitäten überhaupt in der Lausitz entstehen, ist noch nicht geklärt. Hinzu kommen weitere Unwägbarkeiten: Geplante industrielle Batteriespeicher, die überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen und so zur Stabilität des Systems beitragen sollten, stehen unter neuen Vorzeichen. Mögliche Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen führen dazu, dass erste Investitionsvorhaben vorerst zurückgestellt werden.
So wächst im Zentrum des Strukturwandels derzeit vor allem ein Bedürfnis: Planungssicherheit. Sowohl beim Ausstieg aus der Kohle als auch beim Aufbau neuer Energiestrukturen zeigen sich Unsicherheiten und Verschiebungen. Für die Lausitz ist dies eine Phase, in der sich Fortschritt und Ungewissheit überlagern.
Und doch entsteht Neues. In Schipkau, auf der Hochkippe des ehemaligen Tagebaus Klettwitz, wird derzeit ein Bauwerk realisiert, das den Wandel sichtbar macht. Ein Höhenwindturm wächst langsam über die Kiefernwipfel bis in eine Höhe von 300 Metern, um dort stärkere und vor allem konstantere Winde zu nutzen als dies herkömmliche Anlagen tun. Es wird damit das größte Windrad der Welt! Dort, wo einst das „schwarze Gold“ aus der Erde gegraben wurde, entstehen heute Innovationen der Energiewende. Vielleicht ist genau das damit gemeint, dass die Lausitz auch nach der Kohle Energieregion bleiben soll – nicht weil alles nach Plan verläuft, sondern weil sie gelernt hat, mit dem Unplanbaren umzugehen.
Strukturwandel zeigt sich selten dort, wo man ihn intuitiv vermutet. Er beginnt oft mit großen Entscheidungen, die ein Ziel definieren und einen Weg dorthin skizzieren. Sichtbar wird er aber meist erst dort, wo diese Ideen mit Leben gefüllt werden: an Orten, die Menschen zusammenbringen, in Lebenswegen, die neue Perspektiven entstehen lassen, und in Herausforderungen, in denen nicht nur Probleme, sondern auch Chancen erkannt werden. Viele Entwicklungen erschließen sich dabei erst im Zusammenspiel. Beides gehört untrennbar zusammen – das Große, das Orientierung gibt, und das vermeintlich Kleine, das zeigt, ob und wie Wandel tatsächlich gelingt.
Erschienen im Rahmen des Newsletters im Mai 2026

– erstellt am 19.05.2026 –
Newsletter
Zwischen Bewegung und Bedeutung – Entwicklungen in der Lausitz
Zwischen Bewegung und Bedeutung – Entwicklungen in der Lausitz
Liebe Leserin, lieber Leser,
Strukturwandel zeigt sich selten dort, wo man ihn intuitiv vermutet. Er beginnt oft mit großen Entscheidungen, die ein Ziel definieren und einen Weg dorthin skizzieren. Sichtbar wird er aber meist erst dort, wo diese Ideen mit Leben gefüllt werden: an Orten, die Menschen zusammenbringen, in Lebenswegen, die neue Perspektiven entstehen lassen, und in Herausforderungen, in denen nicht nur Probleme, sondern auch Chancen erkannt werden. Viele Entwicklungen erschließen sich dabei erst im Zusammenspiel. Beides gehört untrennbar zusammen – das Große, das Orientierung gibt, und das vermeintlich Kleine, das zeigt, ob und wie Wandel tatsächlich gelingt.
In dieser Ausgabe greifen wir genau diese Perspektiven auf: Wir schauen auf Orte der Begegnung als Grundlage für Zusammenhalt und Teilhabe. Wir ordnen aktuelle Entwicklungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ein, die von Rückgängen, Stabilität und Dynamik zugleich geprägt sind. Und wir werfen einen Blick auf Gefahren, die sich in der Region aufgrund vorherrschender Unsicherheiten und Ängste abzeichnen.
Neu ist in diesem Newsletter ein weiterer Blickwinkel: Mit der Kolumne »Die Lausitz zwischen den Zeilen« ordnet unser stellvertretender Projektleiter Daniel Werchosch aktuelle Entwicklungen ein – aus einem Blickwinkel, der bewusst über Daten und Projekte hinausgeht und sichtbar macht, was zwischen den Zeilen liegt. Diese Perspektive wird künftig fester Bestandteil unseres Newsletters sein.
Zusätzlich zu diesem introspektiven Blick erweitern wir unseren Horizont zukünftig auch bewusst über die Ländergrenzen hinaus: Mit der Mitgliedschaft im Verein Euroregion Spree-Neiße-Bober schärfen wir unseren Fokus auf die Lausitz als länderübergreifende Region und freuen uns über die Möglichkeit eines stetigen Austauschs mit polnischen Akteuren.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele Aha-Momente beim Lesen und Weitererzählen.
Herzliche Grüße sendet Ihnen das Team des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
– erstellt am 12.05.2026 –
Lausitz im Dialog
Soziale Orte – Infrastrukturen für Demokratie, Teilhabe und regionale Transformation
Soziale Orte – Infrastrukturen für Demokratie, Teilhabe und regionale Transformation
Im Gespräch mit Thomas Pilz von der Kulturfabrik Meda
Was hält eine Region zusammen – gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen? Die zweite Ausgabe unserer Reihe »Lausitz im Dialog« geht dieser Frage nach und richtet den Blick auf Soziale Orte als oft unterschätztem Fundament für Zusammenhalt, Teilhabe und demokratisches Miteinander.
Gerade in ländlich geprägten Räumen, die von demografischem Wandel, dem Rückgang sozialer Infrastrukturen und zunehmender Fragmentierung betroffen sind, zeigt sich: Wandel entsteht nicht allein durch Investitionen und Programme. Er braucht Orte, an denen Menschen einander begegnen, sich austauschen und gemeinsam Perspektiven entwickeln.
Welche Wirkungen solche Orte konkret entfalten können, zeigt das Beispiel der Kulturfabrik Meda in Mittelherwigsdorf (Landkreis Görlitz). Im Gespräch mit Mitgründer Thomas Pilz wird greifbar, was Soziale Orte leisten: Sie schaffen Verbindungen, ermöglichen Beteiligung und stärken das Vertrauen in gemeinschaftliche Prozesse. Herr Pilz beschreibt dies als „Graswurzelarbeit“ – und genau hier entsteht oft das, was Wandel vor Ort trägt.
Unsere neue Ausgabe von »Lausitz im Dialog« verbindet fachliche Einordnung mit gelebter Praxis und lädt dazu ein, den Blick auf die eigene Region zu richten: Wo entstehen solche Orte? Wer macht sie möglich? Und welchen Beitrag leisten sie für die Entwicklung vor Ort und mit Blick auf die großen Transformationsprozesse?
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel »Lausitz im Dialog«…
– erstellt am 12.05.2026 –
Quartalszahlen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Lausitz
(Stand März 2026)
Zahlen und Trends zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz
Mit uns bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand: Unsere Quartalszahlen liefern fundierte Einblicke in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz – kompakt, datenbasiert und praxisnah aufbereitet.
Die regelmäßig erscheinende Zusammenstellung richtet sich vorrangig an kommunale und landespolitische Akteur*innen, Kooperationspartner*innen aus dem Bildungsbereich – und an alle, die sich für die Entwicklungen in der Region interessieren. Der aktuelle Stand bezieht sich auf März 2026.
Entwicklungen erkennen – Zusammenhänge verstehen
Durch den Vergleich konkreter Kennzahlen werden spezifische Trends sichtbar. Veränderungen in der Ausbildungssituation, beim Fachkräftebedarf oder in der beruflichen Weiterbildung lassen sich frühzeitig erkennen – ein wertvoller Beitrag für strategische Bildungsplanung in der Lausitz.
Sie erhalten unsere Quartalszahlen viermal im Jahr per E-Mail. Einmal jährlich erscheint eine Übersicht der Jahreszahlen. Die Gesamtübersicht für 2025 steht ebenfalls auf unserer Website zur Verfügung. Verpasste Ausgaben? Alle Dokumente finden Sie im Downloadbereich.
Gemeinsam Bildung gestalten in der Lausitz
Wir laden Sie herzlich ein, sich über die Landesgrenzen hinweg mit Akteur*innen aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auszutauschen. Gemeinsam stärken wir die Bildungslandschaft und gestalten den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz aktiv mit.
In diesem Sinne: Viele Aha-Momente beim Lesen – und beim Weitererzählen!
– erstellt am 21.04.2026 –
Newsletter
Zwischen Arbeitsmarkt, Netzwerken und Demokratie – Wir erweitern unser Profil im Strukturwandel
Zwischen Arbeitsmarkt, Netzwerken und Demokratie – Wir erweitern unser Profil im Strukturwandel
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Strukturwandel verändert unsere Region nicht nur wirtschaftlich. Er fordert ihre Strukturen heraus – ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich zugleich. Die entscheidende Frage lautet daher: Was macht eine Region im Wandel langfristig zukunftsfähig? Welche Fundamente müssen gesetzt werden, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen? Mit dem Start in unsere neue Förderperiode unter dem Dach des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzen wir bewusst einen neuen Akzent in unserem Profil, um diese Fragen mit Ihnen zu diskutieren. Zusätzlich zu unseren bestehenden Bereichen Bildungsmonitoring und Netzwerkmanagement erweitern wir unser Arbeitsspektrum um den Bereich Politische Bildung, Demokratie und Vielfalt. Denn Transformation braucht weit mehr als wirtschaftliche Investitionen und neue Arbeitsplätze. Sie braucht demokratische Orientierung, Konfliktfähigkeit und Beteiligung – kurz: eine belastbare gesellschaftliche Grundlage.
Aus diesem Fokus heraus starten wir direkt mit unserer neuen Reihe »Lausitz im Dialog« und eröffnen damit Räume für regionale Perspektiven. Zum Auftakt haben wir mit Susanne Dyhr von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gesprochen. Im Interview reden wir mit ihr über Rechtsextremismusprävention, institutionelle Verantwortung und die Frage, wie Hochschulen als demokratische Ankerinstitutionen den Strukturwandel voranbringen und absichern können.
Gleichzeitig zeigen unsere aktuellen Quartalszahlen mit Stand Dezember 2025, wie dynamisch der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Lausitz in das neue Berichtsjahr startet. Der Fachkräftebedarf ist hoch, die demografische Basis schrumpft, Qualifikationsanforderungen verändern sich. Der Strukturwandel wird damit nicht nur zur wirtschaftlichen, sondern zur bildungspolitischen Schlüsselaufgabe.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie resilient die Netzwerke sind, die Bildung in der Lausitz aktuell organisieren? Wo entstehen verbindliche Kooperationen – und wo bleibt Wirkung hinter Erwartungen zurück? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Bildungskonferenz Lausitz 2026. Unter dem Titel »Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel – zwischen Dynamik und Wirkung« bringen wir Akteure aus der gesamten Lausitz zusammen, um zentrale Ergebnisse der Lausitzer Netzwerkanalyse einzuordnen und gemeinsam weiterzudenken, wie die regionale Bildungslandschaft noch besser zusammenarbeiten kann. Die Konferenz ist als Arbeitsraum konzipiert und verbindet inhaltliche Vertiefung mit der Möglichkeit, bestehende Netzwerkstrukturen zu reflektieren.
Ergänzend finden Sie in diesem Newsletter Hinweise auf unsere aktuellen Veröffentlichungen sowie auf den Jahresrückblick 2025, der zeigt, wie sich der Stellenwert von Bildung im Lausitzer Strukturwandel in den vergangenen fünf Jahren sichtbar verschoben hat.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele Aha-Momente beim Lesen und Weitererzählen.
Herzliche Grüße sendet Ihnen das Team des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
– erstellt am 11.03.2026 –
Lausitz im Dialog
Rechtsextremismusprävention in Bildungseinrichtungen
Rechtsextremismusprävention in Bildungseinrichtungen
Im Gespräch mit der BTU Cottbus-Senftenberg
Mit Blick auf die Gestaltung einer lebendigen demokratischen Kultur in der Lausitz startet das Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz ab 2026 eine digitale Artikelreihe zu den Themen politische Bildung, Demokratiebildung, Partizipation und Rechtsextremismusprävention. In kurzen Interviewformaten kommen regionale Akteure zu Wort, um von ihren Erfahrungen, Perspektiven und Ideen zu berichten, Handlungsspielräume aufzuzeigen und gemeinsam Impulse zur Stärkung demokratischer Strukturen in der Region zu setzen.
Der Auftakt der Reihe richtet den Fokus auf einen zentralen Akteur des Lausitzer Strukturwandels: die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Der Universität kommt im Strukturwandel eine besondere Rolle zu – als Ort von Wissenschaft, Bildung und gesellschaftlicher Verantwortung sowie als Anziehungspunkt für internationale Fachkräfte von morgen. Die BTU hat sich dieser Verantwortung im Zuge der Entwicklung des bundesweit ersten universitären Handlungskonzepts gegen extrem rechte Einflussnahme gestellt, das gezielt im regionalen Hochschul- und Gesellschaftskontext der Lausitz verankert ist.
Am 8. Dezember 2025 fand hierzu ein Interview mit Susanne Dyhr, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der BTU, statt.
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel »Lausitz im Dialog«…
– erstellt am 10.03.2026 –
Bildungskonferenz Lausitz 2026
Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel – zwischen Dynamik und Wirkung
Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel – zwischen Dynamik und Wirkung
Jetzt anmelden | 22. September 2026 | 9:30-16:00 Uhr | Startblock B2, Cottbus
Kooperation wird im Strukturwandel oft als Grundvoraussetzung für Innovation betrachtet. Gleichzeitig zeigt die Praxis, wie anspruchsvoll es sein kann, unterschiedliche Perspektiven, Zuständigkeiten und gegenseitige Erwartungen dauerhaft miteinander zu verbinden. Bildungsnetzwerke bilden da keine Ausnahme und müssen sich stets aufs Neue zwischen den Dimensionen Dynamik und Wirkung verorten: Einerseits schaffen sie fortlaufend neue Verbindungen und stoßen Entwicklungen an, andererseits stehen sie stets vor der Herausforderung, unterschiedlichen Bedarfen gerecht zu werden, anschlussfähige Ergebnisse zu produzieren und langfristige Wirkungen zu entfalten.
Mit der Lausitzer Netzwerkanalyse haben wir als Netzwerkbüro ein Instrument entwickelt, das Bildungsakteure, Kooperationen und Themenschwerpunkte der Region sichtbar macht. Die Bildungskonferenz Lausitz 2026 knüpft an diese Erkenntnisse an und greift zentrale Herausforderungen kooperativer Netzwerkarbeit im Strukturwandel auf. Gemeinsam mit Ihnen und weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und regionaler Praxis wollen wir darüber ins Gespräch kommen, wie Kooperation gelingen kann – und welche Rolle Bildungsnetzwerke dabei heute und künftig spielen.
Wir freuen uns, dass wir für die Moderation unserer Bildungskonferenz Livia Knebel gewinnen konnten, die als studierte Kulturmanagerin und freiberufliche Moderatorin, Kommunikations- und Projektmanagerin in den Bereichen Politik, Kultur und Gesellschaft wirkt.
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Programm
ab 08:45 Uhr │ Ankommen und erste Gespräche
09:30 Uhr │ Begrüßung und Einführung
Gemeinsam den Blick auf Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel richten.
Dr. Thomas Prennig
Projektleiter Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
Dr. Andrea Ruyter-Petznek
Leiterin des Referats 513 Bildung in Regionen, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
09:45 Uhr │ Keynote
Kooperationsnetzwerke strategisch denken – Analysen, Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen
Dr. Eric Hielscher
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz und Entwickler der Lausitzer Netzwerkanalyse
10:15 Uhr │ Kaffeepause
Zeit für Austausch, Wiedersehen und neue Verbindungen.
10:45 Uhr │ Workshops
Wo Zusammenarbeit gelingt, entstehen tragfähige Strukturen. Die Workshops greifen zentrale Spannungsfelder und Entwicklungslinien des Lausitzer Strukturwandels auf.
1. Berufliche Orientierung –
von engagierten Akteuren und ihren Netzwerken
2. Demokratie als Standortfaktor –
Netzwerke und Kooperationen für demokratische Arbeitskulturen im Strukturwandel
3. Erfolgsfaktoren wirksamer Netzwerkarbeit –
wann Kooperation trägt und wann sie an Funktion verliert
4. Migration und Integration in der Lausitz –
kooperative Ansätze zur Anwerbung und Integration internationaler Arbeits- und Nachwuchskräfte
5. Weiterbildung im Strukturwandel –
Bildungsangebote zwischen Kooperation und Konkurrenz
12:00 Uhr │ Mittagspause
12:45 Uhr │ Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse
Perspektiven bündeln, Schnittstellen sichtbar machen, gemeinsame Erkenntnisse weiterdenken.
13:15 Uhr │ Kooperationsbörse
Gezielte Gespräche statt zufälliger Begegnungen: In buchbaren Gesprächslots entstehen Räume für Austausch, Kooperation und neue Verbindungen.
14:30 Uhr │ Pause
14:45 Uhr │ Podiumsdiskussion mit Moderatorin Livia Knebel
Drei Perspektiven auf den Lausitzer Strukturwandel und seine Netzwerke. Drei Einordnungen der bisherigen Entwicklungen aus unterschiedlichen Bereichen. Und eine gemeinsame Frage: Was brauchen Netzwerke, um im Strukturwandel langfristig Wirkung zu entfalten?
Im Gespräch mit:
Christine Herntier
Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, Sprecherin Brandenburger Kommunen und Mandatsträgerin der Lausitzrunde und Mitglied der Kommission »Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung«
Manuela Glühmann
stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Cottbus sowie Leiterin des Geschäftsbereichs Bildung/Fachkräftesicherung, leitet die AG Ausbildung der Kompetenzregion Lausitz
Dr. Johannes Staemmler
Leiter des Referats Strukturwandel der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Autor und wissenschaftlicher Begleiter regionaler Transformationsprozesse in der Lausitz
15:45 Uhr │ Abschluss der Bildungskonferenz
Impulse aufnehmen, Verbindungen stärken und Zusammenarbeit weiterdenken.
16:00 Uhr │ Ende der Veranstaltung
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Programmdetails:
Fünf parallele Workshops:
1. Berufliche Orientierung – von engagierten Akteuren und ihren Netzwerken
Der Workshop greift die vielfältige Netzwerklandschaft der beruflichen Orientierung in der Lausitz auf und schafft Raum für Austausch, Reflexion und neue Perspektiven. Vertreter*innen aus Institutionen, Netzwerken und Projekten diskutieren unterschiedliche Ansätze, Erfahrungen und Herausforderungen ihrer Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungsaustausch, Kooperationspotenziale und die Reflexion der eigenen Rolle im Netzwerk. Interaktive Formate und strukturierte Gruppenphasen fördern den praxisnahen Dialog – auch zwischen brandenburgischen und sächsischen Akteuren.
Leitung: Daniel Werchosch, wissenschaftlicher Mitarbeiter Bildungsmonitoring im Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
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2. Demokratie als Standortfaktor – Netzwerke und Kooperationen für demokratische Arbeitskulturen im Strukturwandel
Der Workshop beleuchtet das Ausmaß von Demokratiefeindlichkeit und gesellschaftlicher Spaltung im beruflichen Alltag der Lausitzer*innen und fragt, wie Betriebe, Bildungsakteure und Zivilgesellschaft gemeinsam demokratische Arbeitskulturen stärken können. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsmöglichkeiten. Diskutiert werden Wege, demokratische Kompetenzen, Vielfalt, Mitbestimmung und Resilienz im Arbeitskontext nachhaltig zu fördern und kooperativ zu stärken.
Leitung: Annabell Ehrich und Sarah Junghans, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Politische Bildung im Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
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3. Erfolgsfaktoren wirksamer Netzwerkarbeit – wann Kooperation trägt und wann sie an Funktion verliert
Netzwerke sind ein zentrales Instrument der Zusammenarbeit – doch sie binden Zeit und Ressourcen, oft ohne den erhofften Mehrwert. Dieser Workshop richtet sich an Personen, die Netzwerkarbeit reflektieren, schärfen und wirkungsorientiert weiterentwickeln möchten. Entlang der vier Dimensionen Zweck, Ziel, Strategie und Struktur analysieren Teilnehmende eigene Netzwerke und entwickeln konkrete Handlungsschritte. Ein wissenschaftlicher Impuls, moderierte Arbeitsphasen und ein folgender Transfer in Handlungsempfehlungen sorgen dafür, dass Kooperationsnetzwerke künftig zielgerichteter, strukturierter und nachhaltiger gestaltet werden können.
Leitung: Dr. Eric Hielscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter Netzwerkmanagement im Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
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4. Migration und Integration in der Lausitz – kooperative Ansätze zur Anwerbung und Integration internationaler Arbeits- und Nachwuchskräfte
Zuzug aus dem Ausland ist zentraler denn je. Wie kann es gut gelingen, internationale Arbeits- und Nachwuchskräfte für die Lausitz anzuwerben und sie in die Gesellschaft und in den regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren? Zur Beantwortung dieser Frage sollen bewährte Maßnahmen in Kleingruppen diskutiert, individuelle Perspektiven, Erfahrungen und Herausforderungen geteilt sowie konkrete Ansätze für die regionale Praxis abgeleitet werden. Weiterhin wird es die Möglichkeit geben, Kooperationspotenziale auszuloten, um Synergien stärker nutzen zu können.
Leitung: Julia Bischoff, wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildungsmonitoring im Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
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5. Weiterbildung im Strukturwandel – Bildungsangebote zwischen Kooperation und Konkurrenz
Im Zuge des Lausitzer Strukturwandels gewinnt berufliche Weiterbildung zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig ist der Markt durch ein Spannungsfeld zwischen staatlich geförderten Angeboten und wirtschaftlich agierenden Anbietern geprägt. Kooperation erscheint notwendig, steht jedoch oft im Widerspruch zu bestehenden Wettbewerbslogiken. Der Workshop diskutiert, in welchen Bereichen Zusammenarbeit sinnvoll und realistisch ist und wo Konkurrenz perspektivisch bestehen bleibt. Gemeinsam werden potenzielle Kooperationsfelder, deren Limitationen und mögliche Ansätze für tragfähige Zusammenarbeit in der Lausitzer Weiterbildungslandschaft erarbeitet.
Leitung: Dr. Thomas Prennig, Projektleiter des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
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Kooperationsbörse
Im Rahmen der Kooperationsbörse möchten wir Teilnehmende gezielt anhand gemeinsamer Themen- und Arbeitsschwerpunkte miteinander ins Gespräch bringen und neue, inspirierende Verbindungen zwischen Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft ermöglichen.
Auf Grundlage Ihrer Angaben, die Sie auf der nachfolgenden Anmeldeseiten angeben, erhalten Sie Ende August von uns eine weitere E-Mail mit einer Übersicht potenzieller Institutionen, anhand derer Sie bis zu vier Gesprächswünsche auswählen können.
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Anmeldung
Über den folgenden Link gelangen Sie zur personalisierten Anmeldung:
» Bildungskonferenz Lausitz 2026 «
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#Bildungverbindet
Wir freuen uns darauf, Sie zur Bildungskonferenz Lausitz 2026 in Cottbus
begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Team vom Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
– aktualisiert am 16.06.2026 –
Jahresrückblick 2025 – Einblicke in den Wirkungskreis des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
Als das Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz 2020 seine Arbeit aufnahm, stand die Lausitzer Bildungslandschaft nicht im Fokus der politischen Koordination und Begleitung des Strukturwandels vor Ort. Es fanden sich sowohl im Lausitzprogramm 2038 als auch in der Entwicklungsstrategie 2050 kaum konkrete Ansätze oder Strategien, die die Entwicklung der Lausitzer Bildungslandschaft im Strukturwandel thematisierten. Bildung war allenfalls ein flankierendes Thema, fand jedoch als zentrales Handlungsfeld in den Förderprogrammen keine Erwähnung. Das hat sich im Verlauf der letzten fünf Jahre nachhaltig geändert. Bildungsbelange, vor allem mit Blick auf eine gelingende Fachkräftegewinnung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der Region, sind mittlerweile integraler Bestandteil sämtlicher Strukturwandeldiskurse und zählen zu den zentralen Parametern für ein Gelingen des Strukturwandels. Dass die Bedeutung der Bildung erkannt wurde und zunehmend in den Fokus der handelnden Akteure gerät, ist auch in Teilen ein Verdienst des Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz.
Lesen Sie hier den vollständigen Jahresbericht für das Jahr 2025 (PDF)
– erstellt am 16.02.2026 –









