Aktuelles
Lausitz im Dialog
Kultur im Strukturwandel – Impulse für Demokratie, Dialog und Zukunftsgestaltung
Kultur im Strukturwandel – Impulse für Demokratie, Dialog und Zukunftsgestaltung
Im Gespräch mit Kunsthistorikerin Cornelia Huth
In der aktuellen öffentlichen Debatte stehen häufig die getätigten Investitionen, die geplanten Unternehmensansiedlungen oder der Ausbau der hiesigen Infrastruktur im Mittelpunkt. So entscheidend diese Faktoren für die wirtschaftliche Zukunft der Region zweifellos sind, so zeigt sich gleichzeitig, dass nachhaltiger Strukturwandel nur gelingen kann, wenn wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen gemeinsam betrachtet werden.
Anders als politische oder wirtschaftliche Debatten sprechen kulturelle Formate Menschen direkt auf der Erfahrungsebene an und regen zur Interaktion an. Kunst und Kultur in all ihren Facetten eröffnen Möglichkeiten, Erfahrungen und Emotionen auszudrücken, Erinnerungen zu sammeln und sichtbar zu machen und Zukunftsvorstellungen gemeinsam zu entwickeln.
Um die dargestellten Zusammenhänge durch praktische Erfahrungen regionaler Akteure zu untermauern, führten wir ein Interview mit Cornelia Huth von
„Menschen machen Kultur“. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, warum neben wirtschaftlichen Investitionen auch kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz von zentraler Bedeutung sind. Darüber hinaus wurde erörtert, welchen Beitrag Kunst- und Kulturformate zur gesellschaftlichen Teilhabe leisten können, welche Rolle sie für Dialog, demokratische Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt spielen und welche Herausforderungen mit der Verknüpfung von Kultur, Beteiligung und dem regionalen Transformationsprozess einhergehen.
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel »Lausitz im Dialog«…
– erstellt am 13.10.2026 –
Veranstaltungsdoku zur Bildungskonferenz Lausitz 2026
Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel – zwischen Dynamik und Wirkung
Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel – zwischen Dynamik und Wirkung
Aus Vernetzung allein entsteht nicht automatisch ein Mehrwert. Kooperation gilt als eine zentrale Voraussetzung, um den Strukturwandel in der Lausitz gemeinsam zu gestalten. In den vergangenen Jahren sind dafür zahlreiche neue Verbindungen entstanden, bestehende Netzwerke haben sich weiterentwickelt und Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und regionaler Praxis arbeiten in vielschichtigen Konstellationen zusammen. Gleichzeitig wächst mit dem stetigen Ausbau der regionalen Strukturen die Notwendigkeit, genauer hinzusehen: Wann entsteht aus Vernetzung tatsächlich Zusammenarbeit – und wann aus Zusammenarbeit Wirkung?
Unter dem Titel »Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel – zwischen Dynamik und Wirkung« rückte die Bildungskonferenz Lausitz am 22. September 2026 genau diese Frage in den Mittelpunkt. Im STARTBLOCK B2 in Cottbus ging es nicht darum, den grundsätzlichen Wert von Netzwerken infrage zu stellen. Vielmehr sollte gemeinsam untersucht werden, was tragfähige Netzwerkarbeit ausmacht, wo Kooperation an Grenzen stößt und welchen konkreten Mehrwert Netzwerke für Region, Institutionen, und Zielgruppen entfalten können.
Ein wissenschaftlicher Impuls, fünf thematische Workshops, eine Kooperationsbörse und ein moderiertes Podium näherten sich dieser Frage aus unterschiedlichen Richtungen – von der Analyse bestehender Netzwerkstrukturen bis zur praktischen Zusammenarbeit.
Hier gelangen Sie zur vollständigen Veranstaltungsdoku und weiteren Eventfilmen…
Eventfilm zur Bildungskonferenz Lausitz 2026
– erstellt am 13.10.2026 –
Newsletter
Die vielen Gesichter des Wandels
Die vielen Gesichter des Wandels
Liebe Leserin, lieber Leser,
woran erkennt man eigentlich, dass sich eine Region verändert? An neuen Unternehmen und Arbeitsplätzen – sicherlich. An Investitionen, Infrastruktur und Forschungseinrichtungen, die entstehen – bestimmt. Aber Veränderungen hinterlassen noch an ganz anderen Stellen Spuren: in Beziehungen der Menschen zueinander. In Netzwerken, die Wissen und Verantwortung über institutionelle Grenzen hinweg verbinden. In kulturellen Räumen, in denen Menschen darüber verhandeln, wie sie in dieser Region leben wollen. Und nicht zuletzt in der Frage, ob Menschen Veränderung als etwas erleben, das ihnen widerfährt – oder als etwas, an dem sie selbst mitwirken können.
Viele dieser Fragen haben uns bei unserer Bildungskonferenz Lausitz 2026 am 22. September in Cottbus beschäftigt. Rund 100 Menschen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen sind unserer Einladung gefolgt, um einen Tag lang gemeinsam darüber zu diskutieren, was Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel leisten können, was sie dafür brauchen und wo ihre Grenzen liegen. Mit fünf Workshops, einem ausgewählten Podium und einem interaktiven Vernetzungsformat, der Kooperationsbörse, war die Konferenz dabei weniger Endpunkt einer Diskussion als Ausgangspunkt vieler weiterer. Einige davon greifen wir in dieser Newsletterausgabe wieder auf: Wir schauen im Rahmen unserer aktuellen Fokuspapiere zum einen genauer auf die Strukturen der Kompetenzregion Lausitz, zum anderen auf die wachsende Bedeutung internationaler Beschäftigter sowie darauf, warum auch Kunst und Kultur ihren Platz in der Gestaltung einer Region haben.
Dabei entsteht kein eindeutiges Bild. Zum Glück. Denn da wo etwas Neues wächst, scheitern andernorts Pläne. Während Daten für die einen Aufbruch andeuten, bleibt Veränderung für die anderen vor allem mit Unsicherheit verbunden. Vielleicht lässt sich eine Region im Wandel deshalb am besten verstehen, wenn man nicht nach der einen großen Geschichte sucht – sondern die vielen kleinen ernst nimmt und Uneindeutigkeit zulässt. Mehr dazu in der neuesten Ausgabe unserer Kolumne »Die Lausitz zwischen den Zeilen« am Ende dieses Newsletters.
– erstellt am 13.10.2026 –
Fokuspapier
Netzwerke des Strukturwandels – Analyse der Kompetenzregion Lausitz als Modell für gelingende Verbundnetzwerke im Strukturwandel
Netzwerke des Strukturwandels – Analyse der Kompetenzregion Lausitz als Modell für gelingende Verbundnetzwerke im Strukturwandel
Der Lausitzer Strukturwandel zählt zu den komplexesten regionalen Transformationsprozessen in Deutschland. […] Dieser Prozess betrifft nicht allein Unternehmen und Kommunen, sondern in besonderem Maße das regionale Bildungssystem: Berufsbilder wandeln sich, Qualifikationsanforderungen müssen grundlegend neu bewertet werden und die Nachfrage nach passgenauen Weiterbildungs- und Ausbildungsangeboten wird erheblich wachsen. Bildungsakteure stehen damit vor der doppelten Herausforderung, einerseits auf unmittelbare arbeitsmarktpolitische Bedarfe zu reagieren und andererseits langfristig eine bedarfsorientierte Kompetenzentwicklung in der Region zu fördern. Vor diesem Hintergrund gewinnen institutionenübergreifende Kooperations- und Verbundnetzwerke an strategischer Bedeutung.
Die Kompetenzregion Lausitz ist in diesem Kontext das größte und institutionell breiteste Netzwerk der Lausitzer Bildungslandschaft. Das von der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) koordinierte Verbundnetzwerk umfasst die vier thematischen Arbeitsgruppen Berufliche Orientierung, Weiterbildung, Ausbildung sowie Fachkräftegewinnung, welche zentrale Handlungsfelder des regionalen Arbeitsmarkt- und Bildungssystems abdecken. Regionale Verbundnetzwerke dieser Art können, sofern sie hinreichend strukturiert und zielgerichtet ausgestaltet sind, als institutionelle Brücken zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt fungieren und so aktiv zum Gelingen des Strukturwandels beitragen. Durch ihre thematische Breite beansprucht die Kompetenzregion eine Scharnierfunktion zwischen Bildungssystem, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, die gerade im Strukturwandel von besonderer
Bedeutung ist.
– erstellt am 21.09.2026 –
Fokuspapier
Internationale Arbeitskräfte in der Lausitz – Potenzial zur Fachkräftesicherung im Strukturwandel
Internationale Arbeitskräfte in der Lausitz – Potenzial zur Fachkräftesicherung im Strukturwandel
Der demografische Wandel und der Bevölkerungsschwund verschärfen den Strukturwandel in der Lausitz – mit deutlichen Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt: In den nächsten zehn Jahren scheiden rund 30 Prozent der Beschäftigten aus dem Erwerbsleben aus. Vor dem Hintergrund dieser zukünftig weiter voranschreitenden Reduktion der Erwerbsbevölkerung rücken zu wenige junge Arbeitskräfte nach, um diese Lücken nachhaltig schließen zu können – der Fachkräftemangel wird damit zu einer strukturellen Herausforderung mit nur wenigen endogenen Gestaltungsmöglichkeiten. Eine wirksame Arbeits- und Fachkräftesicherung in der Lausitz ist daher unter anderem auf eine verstärkte Zuwanderung aus dem In- und Ausland angewiesen.
[…] Vor allem die Gruppe der 18- bis 64-Jährigen birgt ein enormes Potenzial für den Lausitzer Arbeitsmarkt: 71,7 Prozent der ausländischen Bevölkerung fällt in diese Gruppe im erwerbsfähigen Alter (50.187). In der deutschen Bevölkerung sind es nur 53,6 Prozent (566.373).
Angesichts dieser Umstände nimmt das vorliegende Fokuspapier internationale Arbeitskräfte in der Lausitz als Ressource für eine nachhaltige Fachkräftesicherung in den Blick. Auf Grundlage quantitativer Daten wird der Lausitzer Arbeitsmarkt untersucht. Dabei soll aufgezeigt werden, wie stark und auf welche Art und Weise die ausländische Bevölkerung bereits in den regionalen Arbeitsmarkt integriert ist. Da aufgrund des demografischen Wandels in der Lausitz zu wenige junge deutsche Staatsangehörige in den Ausbildungsmarkt nachrücken, um Fachkräfteengpässe nachhaltig decken zu können, soll die Untersuchung des Lausitzer Arbeitsmarktes um die Analyse des Ausbildungsmarktes erweitert werden.
– erstellt am 26.08.2026 –
Die Lausitz zwischen den Zeilen
Eine Kolumne von Daniel Werchosch – stellvertretender Projektleiter des Netzwerkbüros
Eine Kolumne von Daniel Werchosch – stellvertretender Projektleiter des Netzwerkbüros
Neue Ufer für eine verwundete Landschaft
Politprominenz, Fernsehteams und Tausende Menschen an den Badestränden: Der 29. Juni 2026 war offenkundig kein Tag wie jeder andere in der Lausitz. Mit „Fünf Seen – ein Verbund“ wurde ein neues Kapitel des Lausitzer Seenlandes aufgeschlagen. Doch gefeiert wurde an diesem Tag weit mehr als ein neuer Seenverbund. Vor der Überfahrt zum gemeinsamen Festakt mit seinem sächsischen Amtskollegen bemerkte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Großräschener Hafen: „Die Entwicklung ist fantastisch. 2007 war hier noch eine große Wüste.“
Ein bemerkenswerter Satz. Nicht nur, weil er den Wandel eines Ortes beschreibt. Sondern weil er den Wandel einer ganzen Region erzählt.
Wer an diesem Tag lediglich die Eröffnung einer neuen Seenplatte sah, unterschätzt die Geschichte, die unter ihrer Wasseroberfläche liegt. Das Lausitzer Seenland ist keine touristische Ersatzlösung für die Zeit nach der Kohle und erst recht kein Versuch, aus Bergleuten Gästeführer zu machen.
Wo heute Segelboote kreuzen und Kinder Sandburgen bauen, klafften gestern noch die Wunden des Bergbaus. Die Lausitz opferte Landschaft und Heimat. Dafür erhielt sie Arbeit, bescheidenen Wohlstand und das Selbstverständnis einer Energieregion. Es war ein Deal, der über Jahrzehnte funktionierte. Bis er in den 1990er-Jahren plötzlich seine Grundlage verlor. Mit den Arbeitsplätzen verschwanden auch Menschen und das Selbstverständnis einer ganzen Region. Was blieb, waren Wunden. In der Landschaft. In den Biografien. Und lange Zeit auch in der Vorstellung davon, wie Zukunft hier überhaupt noch aussehen könnte.
Genau das erklärt, warum der 29. Juni mehr war als die Einweihung eines Seenverbundes. Er markiert einen Moment, in dem sichtbar wurde, wie eine Region ihre verwundete Landschaft zurückgewonnen hat und mit ihr ein neues Selbstverständnis und neue Perspektiven.
Doch die Geschichte des Lausitzer Seenlandes beginnt nicht am Badestrand. Sie beginnt dort, wo der Bergbau eine Aufgabe hinterlassen hat: Eine Landschaft, die über Jahrzehnte umgegraben worden war, musste wieder eine Zukunft erhalten. Denn nachdem man Millionen Tonnen Braunkohle aus der Lausitzer Erde holte, reichten die vorhandenen Erdmassen schlicht nicht aus, um die gewaltigen Restlöcher wieder zu verfüllen (im Bergmannsjargon: Massendefizit). Wasser wurde damit zunächst nicht zum Symbol für Freizeit und Erholung, sondern zur Antwort auf eine bergbauliche Herausforderung. Dass daraus zugleich Europas größte künstliche Seenlandschaft entstand – und mit ihr neue Perspektiven für die Region –, macht die eigentliche Besonderheit dieses Wandels aus.
Aus einer Notwendigkeit entstand eine Idee. Aus Rekultivierung wurde Gestaltung. Die Lausitz füllte nicht einfach Restlöcher. Sie schuf eine neue Landschaft. Eine Landschaft, in der Menschen nicht nur wieder arbeiten, sondern auch ankommen und bleiben können.
Darin liegt eine Erkenntnis, die über die Lausitz hinausweist: Strukturwandel zeigt sich nicht nur in Förderbescheiden, Industrieansiedlungen und neuen Arbeitsplätzen. Er verändert auch Landschaften. Und manchmal verändern Landschaften wiederum die Menschen, die in ihnen leben.
Am Großräschener Hafen wird all das sichtbar. Dort, wo einst eine „große Wüste“ zurückblieb, ist eine neue Landschaft entstanden. Nicht als Gegenentwurf zur Geschichte der Lausitz, sondern als ihr nächstes Kapitel. Nicht weil die Vergangenheit verschwunden wäre. Sondern weil die Region gelernt hat, aus ihr Zukunft zu entwickeln.
Erschienen im Rahmen des Newsletters im Juli 2026
– erstellt am 30.07.2026 –
Newsletter
Von Oberflächen und dem, was darunterliegt
Von Oberflächen und dem, was darunterliegt
Liebe Leserin, lieber Leser,
an manch heißen Sommertagen wirken die riesigen Wasseroberflächen der Lausitzer Seenlandschaft beinah reglos. Sie spiegeln den Himmel, tragen das Licht und lassen für einen Moment vergessen, dass unter ihnen Steilhänge verlaufen, sich riskante Temperatursprungschichten verbergen und Spuren vergangener Bewegungen erhalten geblieben sind. Wer nur auf die Oberfläche schaut, sieht ein ruhiges Bild. Wer genauer hinsieht, entdeckt Tiefe – und mit ihr Zusammenhänge, die zuvor verborgen waren.
Auch Zahlen erzählen nicht alles auf den ersten Blick. Der Lausitzer Ausbildungs- und Arbeitsmarkt entwickelt sich insgesamt stabil, doch hinter dieser Stabilität zeigen sich regionale Unterschiede, offene Stellen, sinkende Bewerberzahlen und die weiterhin anspruchsvolle Suche nach passgenauen Lösungen. Unser neues Format »Daten-Spotlight« verändert den Blickwinkel ein weiteres Mal: Es betrachtet die Beschäftigung in der Lausitz aus Geschlechterperspektive und macht sichtbar, wie eng demografische Ausgangslagen, Arbeitszeitumfang und regionale Wettbewerbsfähigkeit miteinander verwoben sind. Ein weiterer Befund aus unserem Bildungsmonitoring führt diesen Gedanken fort und verbildlicht, wie unterschiedlich sich Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung bei Frauen mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit in der Lausitz entwickelt haben.
Doch nicht alles, was eine Region prägt, lässt sich in Zahlen abbilden. Im dritten »Lausitz im Dialog« sprachen wir mit der Sozialwissenschaftlerin Franziska Stölzel darüber, warum weibliche Perspektiven, Frauennetzwerke und kollektives Empowerment für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutsam sind.
Einen Blick unter die Oberfläche des nun verbundenen Lausitzer Seenlandes wagt schließlich auch die neue Ausgabe unserer Kolumne »Die Lausitz zwischen den Zeilen«: Wo heute Wasser, Strände und Marinas das Bild prägen, erzählt die Landschaft zugleich von Verlust, Veränderung und der Fähigkeit einer Region, aus ihrer Geschichte neue Perspektiven zu entwickeln. Sie erinnert daran, dass Oberflächen selten die ganze Geschichte erzählen und dass es sich lohnt, tiefer einzutauchen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele Aha-Momente beim Lesen und Weitererzählen.
Herzliche Grüße sendet Ihnen das Team des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
– erstellt am 29.07.2026 –
Lausitz im Dialog
Frauen im Strukturwandel – Die Relevanz weiblicher Perspektiven für nachhaltige Transformationsprozesse
Frauen im Strukturwandel – Die Relevanz weiblicher Perspektiven für nachhaltige Transformationsprozesse
Im Gespräch mit Sozialwissenschaftlerin Franziska Stölzel
Der Strukturwandel der Lausitz wird häufig vor allem als wirtschaftliche Aufgabe verstanden. Doch Transformation entscheidet sich nicht allein durch Investitionen, Infrastruktur oder Unternehmensansiedlungen. Sie ist immer auch ein gesellschaftlicher Prozess – geprägt von Beteiligung, Netzwerken und den Perspektiven der Menschen, die ihn gestalten.
Gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden Abwanderung junger, gut qualifizierter Frauen stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Welche Folgen hat es für die Zukunftsfähigkeit der Lausitz, wenn weibliche Perspektiven in regionalen Entwicklungsprozessen unterrepräsentiert bleiben?
Franziska Stölzel bringt diesen Zusammenhang im Interview auf den Punkt: „Je genauer man hinschaut, desto deutlicher wird, wie eng Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Demokratie, sozialem Zusammenhalt und Strukturwandel miteinander verbunden sind.“
Neugierig geworden? In der dritten Ausgabe unserer Themenreihe »Lausitz im Dialog« haben wir mit der Lausitzer Sozialwissenschaftlerin und Autorin über die Bedeutung von Frauennetzwerken und kollektives Empowerment gesprochen und darüber, welchen Beitrag weibliche Perspektiven leisten können.
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel »Lausitz im Dialog«…
– erstellt am 29.07.2026 –
Quartalszahlen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Lausitz
(Stand Juni 2026)
Zahlen und Trends zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz
Mit uns bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand: Unsere Quartalszahlen liefern fundierte Einblicke in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz – kompakt, datenbasiert und praxisnah aufbereitet.
Die regelmäßig erscheinende Zusammenstellung richtet sich vorrangig an kommunale und landespolitische Akteur*innen, Kooperationspartner*innen aus dem Bildungsbereich – und an alle, die sich für die Entwicklungen in der Region interessieren. Der aktuelle Stand bezieht sich auf Juni 2026.
Entwicklungen erkennen – Zusammenhänge verstehen
Durch den Vergleich konkreter Kennzahlen werden spezifische Trends sichtbar. Veränderungen in der Ausbildungssituation, beim Fachkräftebedarf oder in der beruflichen Weiterbildung lassen sich frühzeitig erkennen – ein wertvoller Beitrag für strategische Bildungsplanung in der Lausitz.
Sie erhalten unsere Quartalszahlen viermal im Jahr per E-Mail. Einmal jährlich erscheint eine Übersicht der Jahreszahlen. Die Gesamtübersicht für 2025 steht ebenfalls auf unserer Website zur Verfügung. Verpasste Ausgaben? Alle Dokumente finden Sie im Downloadbereich.
Gemeinsam Bildung gestalten in der Lausitz
Wir laden Sie herzlich ein, sich über die Landesgrenzen hinweg mit Akteur*innen aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auszutauschen. Gemeinsam stärken wir die Bildungslandschaft und gestalten den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Lausitz aktiv mit.
In diesem Sinne: Viele Aha-Momente beim Lesen – und beim Weitererzählen!
– erstellt am 14.07.2026 –
Daten-Spotlight
Lausitzer Beschäftigung aus Geschlechterperspektive
Lausitzer Beschäftigung aus Geschlechterperspektive
Datenbasierte Befunde zu Strukturen, Entwicklungen und regionalen Unterschieden zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt
Mit dem Daten-Spotlight führt das Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz ab 2026 ein neues digitales Veröffentlichungsformat ein. Hierbei handelt es sich um prägnante, datenbasierte Handreichungen, die Themen im Kontext von Strukturwandel, Bildung und Fachkräftesicherung adressieren. Durch die faktenbasierte Beleuchtung diverser Fragestellungen eignet sich das Daten-Spotlight als Hilfestellung in Entscheidungsprozessen und Impulsgeber für Diskurse zur Lausitzer Transformation. Der vorliegende Auftakt widmet sich den Geschlechterverhältnissen im Kontext der regionalen Beschäftigung.
Vielfach wurden die demografischen Herausforderungen der Lausitz bereits beschrieben, die nicht nur mit der Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung, sondern auch mit einem signifikanten Mangel an jüngeren Frauen einhergehen. Betrachtet man die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, beträgt der Frauenanteil 48,5 % – das entspricht rund 94 Frauen je 100 Männer. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass in der Region fast 20.000 weniger Frauen als Männer im erwerbsfähigen Alter leben (334.020 Männer und 314.128 Frauen). Sofern diese demografische Ausgangssituation nicht durch Einpendlerinnen kompensiert wird, ist demnach zu erwarten, dass die Beschäftigung in der Lausitz eher männlich geprägt ist.
– erstellt am 01.07.2026 –









